Mythos: Die HPV-Impfung hat gravierende Nebenwirkungen

Todesfälle als Folge der HPV-Impfung werden immer wieder medial diskutiert – ein Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und Todesfällen konnte aber bislang in keinem Fall nachgewiesen werden. Daher gibt es keinen Anlass, sich um die Sicherheit zu sorgen. Die Nebenwirkungen der HPV-Impfung wurden sowohl in den Zulassungsstudien als auch nach der Zulassung in vielen Studien analysiert. Schmerzen, Rötungen an der Einstichstelle und Fieber gehören zu jenen Nebenwirkungen, die auch bei anderen Impfungen vorkommen. Weltweit wurden bisher ca 300 Millionen Dosen verimpft, die WHO stuft diese Impstoffe als extrem sicher ein.

Mythos: Die HPV-Impfung wirkt nicht

Bevor die drei HPV-Impfstoffe zugelassen wurden, wurden sie auf ihre Wirksamkeit geprüft. Dabei erhielten Frauen zwischen 15 und 26 Jahren eine HPV-Impfung oder ein Placebo. Anschließend wurden die Zellveränderungen am Gebärmutterhals durch die HPV-Typen, gegen welche die Frauen geimpft wurden, vier Jahre lang beobachtet. Da Gebärmutterhalskrebs eine seltene Folge von anhaltenden HPV-Infektionen ist und sich teilweise erst nach einem oder mehreren Jahrzehnten entwickelt, sind einerseits Langzeitstudien notwendig – andererseits werden Frauen, die eine höhergradige Zellveränderung vorwiesen, rechtzeitig therapiert, um den Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern.

Fakt ist, dass die HPV-Impfung gegen maximal 9 HPV-Typen immunisiert und damit das Risiko für eine Krebserkrankung deutlich reduziert. Das heißt allerdings nicht, dass die HPV-Impfung Gebärmutterhalskrebs oder andere Krebsarten komplett verhindert: Gebärmutterhalskrebs beispielsweise wird in 70 Prozent der Fälle von HPV-16 und HPV-18 ausgelöst – für die restlichen 30 Prozent sind andere Virentypen verantwortlich. In erster Linie zielt die HPV-Impfung also darauf ab, dass sich die Krebs-Vorstufen gar nicht erst ausbilden. In Finnland wurde erstmals 2017 eine Reduktion von Krebserkrankungen bei Geimpften nachgewiesen.

Mythos: HPV-Impfungen sind giftig

Damit Impfstoffe das Immunsystem ankurbeln können, wird ihnen Aluminium als Wirkverstärker beigemengt. Das Europäische Arzneihandbuch schreibt einen Grenzwert von 1,25 Milligramm Aluminium pro Impfdosis vor. Der 9-fach-Impfstoff gegen HPV beinhaltet weniger als die Hälfte davon, nämlich 0,5 Milligramm Aluminium. Die Menge an Aluminium ist daher ungefährlich und nicht giftig. Das Paul-Ehrlich-Institut resümiert die Studienergebnisse wie folgt: „Der Beitrag von Impfungen zur geschätzten lebenslangen Nettoakkumulation von Aluminium im Organismus ist im Vergleich zur kontinuierlichen Aufnahme von Aluminium aus anderen Quellen gering und vor dem Hintergrund des Nutzens der Impfungen als vertretbar einzustufen.“